Visualisierung des Radschnellweges Wiesbaden-Mainz auf dem Abschnitt zwischen Wiesbadener Hauptbahnhof und Theodor-Heuss-Ring (KI-generiert): Bildrechte: Stadt Wiesbaden

Visualisierung des Radschnellweges Wiesbaden-Mainz auf dem Abschnitt zwischen Wiesbadener Hauptbahnhof und Theodor-Heuss-Ring (KI-generiert): Bildrechte: Stadt Wiesbaden

Wiesbaden: Magistrat beschließt Radschnellverbindungs-Abschnitte

Radschnellverbindung Wiesbaden–Mainz: Erster Bauabschnitt kann starten

Zwischen der Klingholzstraße und dem Theodor-Heuss-Ring soll der erste Abschnitt der künftigen Radschnellverbindung Wiesbaden–Mainz entstehen. Es wird erwartet, dass die Gesamtkosten von rund 900.000 Euro für diesen Abschnitt zu etwa 70 Prozent aus Landesmitteln finanziert werden. Die neue Verbindung ist Teil eines Gemeinschaftsprojekts mit der Landeshauptstadt Mainz und wurde bereits in der landesweiten Potentialstudie als besonders aussichtsreich bewertet. 

Die Baumaßnahmen werden mit den Arbeiten der ELW am Hauptsammler zeitlich abgestimmt, um Synergien zu nutzen und Kosten zu sparen. Hintergrund ist, dass die ELW westlich des Gleisfelds vor dem Hauptbahnhof einen Bau- und Wartungsweg für ihren neuen Hauptsammler errichten wird. Dieser Weg soll dann asphaltiert und als Radschnellweg mitgenutzt werden. Die Trasse bleibt mit einem möglichen Betrieb der Aartalbahn kompatibel. 

Radschnellverbindung Wiesbaden–Frankfurt

Die Ergebnisse der im Jahr 2020 beauftragten Machbarkeitsstudie zur Radschnellverbindung Wiesbaden–Frankfurt zur Kenntnis ergaben, dass eine leistungsfähige Radroute zwischen Wiesbaden, Hofheim, Kriftel, Hattersheim und Frankfurt nicht nur ökologisch, sondern auch volkswirtschaftlich sinnvoll ist. Sie verkürzt Fahrzeiten um bis zu 26 Prozent und verbessert den Fahrkomfort deutlich. Etwa zehn Kilometer der Strecke liegen im Stadtgebiet Wiesbaden. 

Der Magistrat hat die sogenannte „Vorzugsvariante“ beschlossen. Mit der Entscheidung wird der Weg frei für die nächsten Planungsschritte, Grundstückssicherungen und Förderanträge – in enger Abstimmung mit dem Regionalverband FrankfurtRheinMain und den Partnerkommunen. Vergleichbare Sitzungsvorlagen werden aktuell auch in den anderen beteiligten Kommunen eingebracht. 

Stillgelegte Bahntrasse in Erbenheim wird Radverbindung

Auf der ehemaligen, nicht mehr benötigten, Bahntrasse zwischen „An der Käßmühle“ und dem „Mittelpfad“ entsteht eine neue, sichere Radstrecke, die Teil der geplanten Radschnellverbindung Wiesbaden–Frankfurt ist. 

Der Ausbau erfolgt mit Fördermitteln des Landes Hessen und hat ein Gesamtvolumen von 712.000 Euro. Ziel ist eine direkte, abseits des Straßenverkehrs verlaufende Verbindung, die die Sicherheit deutlich erhöht und die Berliner Straße entlastet. Das Projekt trägt damit zur Luftreinhaltung und Verkehrswende bei. Die natur- und landschaftsschutzrechtliche Genehmigung steht bevor; der Baubeginn ist für die kommenden Jahre vorgesehen. 

Quelle: Landeshauptstadt Wiesbaden, 13. Januar 2026